Label 309 · Offener Cardano-Standard

Belegen Sie, dass Ihre Inhalte existierten, ganz ohne Vertrauensvorschuss.

Label 309 verankert einen kryptografischen Fingerabdruck Ihrer Inhalte in der Cardano-Blockchain. Jeder kann später und von überall belegen, dass die Inhalte spätestens zur Zeit eines bestimmten Blocks existierten, allein anhand der öffentlichen Blockchain. Kein Aussteller, kein Server, kein Konto und niemand, dem man vertrauen müsste.

Ein offener Standard für Existenznachweise

Sie hashen eine Datei und schreiben den Hash in eine Cardano-Transaktion, unter dem Metadaten-Label 309. Die Blockzeit wird so zum dauerhaften Zeugen, an dem jede spätere Manipulation auffällt: genau dieser Inhalt existierte bereits zu diesem Zeitpunkt. Den Inhalt selbst geben Sie dafür nie aus der Hand.

Alles darüber hinaus ist optional. Sie können einen Datensatz signieren, um Ihre Urheberschaft zu belegen, oder verschlüsselte Daten versiegelt an bestimmte Empfänger schicken. Nichts davon braucht je eine vertrauenswürdige Zwischenstelle: Der Standard stellt den Inhalt in den Mittelpunkt, ist unabhängig vom Aussteller und für jeden nachprüfbar.

Drei Dinge, die Sie damit tun

Nachweisen

Allem einen Zeitstempel geben

Ein 32 Byte kurzer Fingerabdruck in der Blockchain belegt, dass Ihre Inhalte zu einem bestimmten Zeitpunkt existierten, ob Entdeckung, Erfindung, Vertrag oder Foto, ohne den Inhalt selbst zu verraten.

Versiegeln

Vertraulich zustellen

Verschlüsseln Sie Inhalte für einen oder mehrere Empfänger und veröffentlichen Sie sie offen. Öffnen lassen sie sich nur mit dem passenden Schlüssel, hinterlegt bis zur Abholung wie eine postlagernde Sendung.

Verifizieren

Niemandem vertrauen müssen

Jeder kann einen Datensatz selbst bestätigen, direkt aus der öffentlichen Blockchain. Keine Anmeldung, kein Server und keine Abhängigkeit davon, wer ihn veröffentlicht hat.

Auf fünf Grundprinzipien gebaut

Fünf unverrückbare Prinzipien, aus denen sich alles Weitere ergibt.

  • InhaltszentriertDer Inhalts-Hash ist der primäre Anspruch. Jedes weitere Feld ist nur Metadaten dazu.
  • AusstellerunabhängigJede Wallet kann einen Datensatz veröffentlichen. Verifizierer müssen dem Aussteller nie vertrauen.
  • SpeicherunabhängigSpeicherlinks sind eine optionale Liste. Ein Datensatz, der nur aus dem Hash besteht, ist für sich genommen vollständig.
  • Eigenständig überprüfbarEine prüfende Stelle braucht nur die Transaktion und einen öffentlichen Explorer. Niemals einen Server des Ausstellers.
  • AlgorithmenflexibelJedes Verfahren ist über eine offene Registry benannt. Die Umstellung auf Post-Quanten-Kryptografie erfolgt rein ergänzend.

Versiegelt zugestellt, hinterlegt bis zur Abholung

Ein versiegelter Datensatz trägt verschlüsselte Daten, gerichtet an einen oder mehrere Empfänger. Der Chiffretext liegt offen auf einem dauerhaften Speicher, doch nur wer den passenden Schlüssel hat, erkennt eine Nachricht als die seine, indem er sie probehalber öffnet, ganz wie eine postlagernde Sendung, die auf Abholung wartet. Außenstehende sehen nur, dass und wann etwas versiegelt wurde. Den Inhalt bekommen sie nie zu Gesicht, und wer die Empfänger sind, erfahren sie ebenso wenig.

Zukunftssicher von Grund auf

Der Schutz vor Quantencomputern ist schon heute an Bord. Versiegelte Datensätze lassen sich mit einem hybriden Verfahren sperren, das die bewährte Verschlüsselung von heute mit einer quantenresistenten verbindet: Ein Angreifer müsste beide knacken. Und weil jedes Verfahren über eine offene Registry benannt ist, verläuft der Umstieg auf neue Kryptografie rein ergänzend. Alte Datensätze bleiben für immer prüfbar.

Offen, von oben bis unten

Der Standard, die Referenz-SDKs für TypeScript, Python und Rust sowie das Kommandozeilen-Werkzeug sind allesamt Open Source: Apache-2.0 für den Code, CC-BY-4.0 für die Spezifikation. Jeder kann Datensätze verifizieren, eigene Werkzeuge bauen oder einen eigenen Dienst betreiben. Der Standard gehört keinem Anbieter.

Das Ökosystem erkunden

Gemacht für Entwickler und KI-Agenten

Binden Sie das SDK in Browser oder Server ein, steuern Sie es per CLI aus einem Skript oder hängen Sie es in Ihre CI. Der Verifizierer läuft eigenständig und braucht kein Gateway: Verifizieren hängt von keiner fremden Infrastruktur ab.

Der gesamte Standard liegt in einer für KI-Agenten lesbaren Form vor: Jede Seite gibt es als reines Markdown, dazu einen llms.txt-Index, sodass KI-Werkzeuge ihn direkt lesen und verarbeiten können.

Ein Standard, kein Produkt

Label 309 wurde als öffentlicher, von der Community getragener Standard in den Cardano-CIP-Prozess eingereicht, und diese Website ist seine neutrale Heimat. Die erste Implementierung ist genau das: die erste. Der Standard ist so angelegt, dass jeder der nächste Anbieter sein kann.